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Starker Wille, gutes Leben

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Starker Wille, gutes Leben

„Je stärker der Wille, desto besser das Leben“, damit titeln die Autoren ihr Büchlein „Willensstärke – Energien freisetzen und Ziele erreichen“. Die Autoren im fitness.at-Interview über Willensstärke beim Erreichen sportlicher Ziele und die Grenze zwischen willensstark, eigenwillig und stur.


Ziele scheitern häufig nicht an der Motivation, sondern an der Willensstärke, warum ist das so?

Selbstmotivation beinhaltet den Antrieb loszugehen und wird gerade am Anfang von einer Welle der Euphorie getragen, aber wenn es wirklich anstrengend wird, trägt uns diese Energie allein nicht weiter. Willensstärke ist dann gefragt, wenn ein sogenannter Zielkonflikt ansteht: Auf der einen Seite der gemütliche Abend auf der Couch, auf der anderen das Workout im Fitnessclub. Hier steht die schnelle, unmittelbare Befriedigung im Konflikt mit unseren langfristig angelegten Interessen: Faulheit jetzt gegen Fitness später.

Physiologisch gesehen sitzt die Willensstärke im sogenannten „Stirnhirn“, das sich in der Evolution erst sehr spät gebildet hat - und in dieser Form nur beim Menschen. Der Vorteil: Menschen können ihr Leben unabhängig von Impulsen und Trieben führen, Tiere nicht. Eine Katze kann keine Maus fürs Alter zurücklegen oder der Gesundheit zuliebe ihr Futter nur halb auffressen. So gesehen ist Willensstärke ein typisch menschlicher Überlebensmechanismus.

Dass wir sie nicht immer nützen, ist einem anderen Teil unseres Gehirns schuld, der ebenso für unser Überleben sorgt. Dieser besteht aus den evolutionsbiologisch älteren Instinkten und Verhaltensmustern, die uns das Überleben in einer feindlichen prähistorischen Umgebung ermöglichten und dessen Grundprogramm lautet: Sofort so viel süß und fett wie möglich essen, vor Gefahren die Flucht ergreifen, Energie sparen und ausruhen. Also genau die Dinge, die wir tun, obwohl wir sie doch im Grunde nicht tun wollen.

Dies kann einem die Umsetzung von Plänen trotz hoher Motivation beschwerlich machen. Im Alltag werden wir ständig mit Auslösern des älteren Überlebenssystems konfrontiert. Das treibt uns dazu, das zu meiden, was anstrengend oder gefährlich scheint. Und es legt uns nahe, die - kurzfristig - bequemere, angenehmere Alternative zu wählen.

„Je stärker der Wille, desto besser das Leben“, heißt es im Buch „Willensstärke“. Wo liegt die Grenze zwischen willensstark und eigenwillig, sprich: stur? Muss man stur sein, damit man seine sportlichen Ziele erreicht?

Die Frage suggeriert, dass es eine Grenze gibt, an der Willensstärke in Eigenwilligkeit umschlägt. Im Alltag empfinden wir das auch immer mal wieder so. Tatsächlich gibt es einen solchen Umschlag aber nicht, denn Willensstärke und Eigenwilligkeit sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge: Willensstärke ist eine psychische Fähigkeit, die jemand für sich persönlich anwendet. Eigenwilligkeit dagegen ist eine innere Haltung, die jemand im Umgang mit anderen Menschen an den Tag legt.

Natürlich benötigt ein eigenwilliger Mensch Willensstärke, um seinem eigenen Willen zu folgen und nicht dem Impuls nachzugeben, den wir Menschen als soziale Wesen immer haben, nämlich das Verhalten dem Verhalten der Mitmenschen anzupassen. Umgekehrt kann es aber auch sein, dass es Willensstärke braucht, um den starken inneren Impuls, sich von anderen Menschen abzugrenzen, im Zaum zu halten und so im Umgang mit anderen umgänglicher zu sein.

Was heißt das nun konkret?
Daraus ergibt sich die Frage, ob man eigenwillig bzw. stur sein muss, um seine sportlichen Ziele zu erreichen, folgende Antwort: Sturheit hilft dann, sein sportliches Ziel zu erreichen, wenn andere Menschen einen davon abhalten wollen, sie einem einreden wollen, dass man es nicht schafft oder sie einem Ratschläge geben, von denen man (erwiesenermaßen!) weiß, dass sie bei einem selbst nicht fruchten. Allerdings kann Sturheit und Eigenwilligkeit auch genau das Gegenteil bewirken. Nämlich dann, wenn jemand aus bloßer Eigenwilligkeit alle (wirklich!) guten Tipps und Ratschläge in den Wind schlägt, um stattdessen weiter seinen veralteten und vielleicht sogar kontraproduktiven Trainingsmethoden zu folgen.

Zusammengefasst heißt das: Willensstärke ist eine psychische Fähigkeit, die einem immer dann hilft, sein Ziel zu erreichen, wenn es darauf ankommt, die inneren Impulse zu kontrollieren, die einen vom Ziel wegführen. Eigenwilligkeit nutzt zwar Willensstärke, um den inneren Impuls zur sozialen Anpassung zu kontrollieren und um damit die eigenen Ziele gegen die Interessen und den Einfluss anderer Menschen durchzusetzen. Eigenwilligkeit oder Sturheit ist damit aber nicht automatisch ein Garant dafür, dass die Ziele auf diesem Weg am besten zu erreichen sind. Es kann auch sein, dass sie einem im Weg steht. In diesem Fall kann Willensstärke dabei helfen, den eigenen inneren Impuls zur (zielgefährdenden) Sturheit in den Griff zu kriegen.




 


Die Autoren

Stritzelberger Peter Gerst

Willensstärke stammt von den Business-Coaches und Speakern Peter Gerst und Reinhold Stritzelberger. Gersts Thema ist es, Menschen zu bewegen, sie authentisch und mit starkem Willen zu motivieren. Stritzelberger gilt als „Deutschlands Experte für dauerhafte Selbstmotivation“.
ww.peter-gerst.de
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