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Pole Dancing ist ein künstlerischer, teilweise extrem akrobatischer Tanz, an und um die Stange (Pole). Diese Tanzsportart erfordert Stärke, Koordination, Eleganz, Beweglichkeit, Ausdauer, Konzentration und Kreativität von den Tänzerinnen. Zusammen ergibt dies eine Kür die der einer Eiskunstläuferin, einer Turnerin oder einer Trapezkünstlerin nahe kommen.
Viele Tänze dieser Welt haben ihren Ursprung in der zwischenmenschlichen Beziehung und Anziehung, also der Erotik. Einige Tanzarten dieser Welt betonen diesen Teil. Auch Pole Dancing hat einen erotische Note, wird aber natürlich in einem eleganten Sportdress ausgeübt.
Es gibt verschiedene Stilrichtungen, die wir Ihnen hier etwas näher bringen:
Pole Fitness vs. Pole Dance
Pole Fitness lehnt grundsätzlich das Tragen von High-Heels sowie weiche und erotische Bewegungen ab. Das Training wird barfuß, in Turnschuhe, in Ballerinas o.ä. abgehalten. Hier steht vor allen Dingen die einfache körperliche Ertüchtigung im Vordergrund. Pole Fitness wirkt auf den Betrachter oft „geturnt“ und eventuell zackig.
Bei Pole Dance dagegen wird auch in High-Heels getanzt. Die High-Heels sind kein „Muß“, die Entscheidung liegt beim Teilnehmer. Pole Dance verbindet elegant tänzerische Figuren mit Elementen der Luftakrobatik. Die Bewegungen sind also durchaus sexy, aber niemals vulgär. Hier ist man darauf bedacht, die Spins, Tricks, Headfirsts, etc möglichst elegant und leicht in flüssigen Übergängen zu präsentieren."
Diese Kategorisierung ist leider nicht allgemeingültig, da manche Pole Dance- Anbieter ihren Sport zwar so nennen, aber dennoch auf jegliche weiche Bewegungen verzichten, also eigentlich eher Pole Fitness anbieten. Dies richtig herauszufiltern, ist für den Anfänger meist sehr schwierig.
Grundsätzlich gibt es weder richtig, noch falsch - jeder soll einfach das tun, was ihm am meisten Spaß bereitet!
POLEBATICS – the finest Art of Poledancing
Polebatics ist ein methodisch-didaktisches Tanzkonzept, welches von der deutschen Tanzpädagogin Nele Sehrt entwickelt wurde.
Hier wird viel Wert auf die tänzerische Ausführung gelegt, was sowohl sexy Dance Moves als auch Demi-Point, gestreckte Beine, Körperhaltung insgesamt, etc beinhaltet.
Polebatics trainiert auf einzigartige Weise den ganzen Körper! Man trainiert intensiv den ganzen Körper und hat auch Spaß dabei.
In den Lektionen fasst man sich weder an primäre noch an sekundäre Geschlechtsteile, man zieht sich nicht aus. Es wird großer Wert auf Eleganz und Ästhetik gelegt!
Zwar trägt man wenig Kleidung, was jedoch darin begründet ist, dass man mit der Haut Halt an der Pole hat – wäre Stoff dazwischen, würde man kläglich abrutschen.
Wer Pole Dance gerne erlernen möchte, sollte bei der Trainerwahl darauf achten, dass es geprüfte und zertifizierte Leute sind, an die man sich wendet. Das Verletzungsrisiko ist groß, der Trainer muß in Stützgriffen, etc geschult sein.
Interview mit Mona Arbinger
Fitness.at Redakteurin Daniela Ullrich hat mit Mona Arbinger, die sich bereits bei der ersten Pole Dance Meisterschaft Österreichs den Titel der “Miss Aerial Pole Austria Professional 2010“ ertanzte, über den neuen Trend geplaudert.
fitness.at: Wie bist du denn auf Poledance gekommen?
Mona Arbinger: Ich habe es damals im Fernsehen gesehen und war gleich davon begeistert. Dann hab ich danach im Internet gesucht und bin dabei auf einen Workshop von Nele Sehrt gestoßen. So hat das Ganze für mich dann begonnen.
fitness.at: Welche Voraussetzungen oder Vorkenntnisse braucht man denn um Polebatics zu machen?
M. Arbinger: Einsteiger brauchen weder sportliche noch tänzerische Voraussetzungen weil wir wirklich bei null in unseren Kursen beginnen. Wir fangen damit an: Wie gehe ich um die Stange, wie gebe ich mein Gewicht ab, machen einfache Spins und Tricks auf denen dann in weiterer Folge aufgebaut wird. Zu Beginn sind noch viele Dance Moves welche am Boden ausgeführt werden, je höher das Level, umso mehr wird der Tanz dann in die Höhe verlagert.
fitness.at: Das heißt ich brauche weder Kondition noch Kraft wenn ich das erste Mal zu euch komme?
M. Arbinger: Grundsätzlich nein. Aber, natürlich ist es von Vorteil, wenn ich halbwegs fit bin. Aber, das ist bei jeder Sportart so.
fitness.at: Was wird denn bei Polebatics besonders trainiert beziehungsweise beansprucht?
M. Arbinger: Ausdauer spielt eine große Rolle. Ansonsten ist es wirklich ein Ganzkörpertraining und Tanzworkout, welches Level für Level anspruchsvoller wird. Die Haltemuskulatur, die Oberkörper- und Beinmuskulatur wird beansprucht aber auch Rücken und Bauch. Man braucht wirklich den ganzen Körper für diesen Sport weil man ja nicht wie ein nasser Sack an der Stange hängen kann, das würde nicht gut aussehen!
fitness.at: Gibt es eine bestimmte Zielgruppe für den Stangensport?
M. Arbinger: Bei uns gibt es weder ein Mindest- noch ein Höchstalter. Es ist bei uns bunt gemischt. Unsere jüngsten Teilnehmer sind 16 und die ältesten so um die 50 Jahre alt. Solange sich jemand fit fühlt, ist er gerne herzlich willkommen.
fitness.at: Kann Polebatics jeder erlernen?
M. Arbinger: Bist jetzt hat es bei mir noch jeder die Stange rauf geschafft. Und auch wieder heil runter (lacht). Vom Konzept her ist es so aufgebaut, dass wirklich jeder Teilnehmer folgen kann. Bei uns im Studio gibt es zusätzlich Practise Einheiten wo man selber das Erlernte nochmals für sich üben kann.
fitness.at: Ist dieser Sport eigentlich gefährlich?
M. Arbinger: Ja, kann es auf alle Fälle sein. Speziell in den höheren Levels, wo man beginnt Kopfüber zu hängen . Das Verletzungsrisiko ist auf alle Fälle gegeben. Darum rate ich ausdrücklich, nur mit qualifizierten und topausgebildeten Trainern das Ganze zu erlernen.
Wenn Sie nun Lust darauf bekommen haben, Polebatics einmal auszuprobieren können Sie sich gerne an Mona Arbinger, zertifizierte Polebatics Trainerin, wenden. Nähere Infos dazu haben wir Ihnen angefügt.